Wo übernachten Obdachlose?

Wer kennt ihn nicht? Den Anblick der vielen Obdachlosen die man, gerade in Großstädten, den ganzen Tag über auf den Straßen treffen kann. Die Meisten Menschen ignorieren sie einfach, einige stecken ihnen ein wenig Geld zu aber die wenigsten machen sich Gedanken darüber wo die Obdachlosen abbleiben, wenn sie schon längst gemütlich in ihren Betten liegen und es draußen nicht nur stock finster sondern oft auch ungemütlich kalt wird. Natürlich sagen viele einfach auf der Straße natürlich aber Straße ist nicht gleich Straße und gerade im Winter ist es viel zu kalt um im Freien zu schlafen. Im Sommer verbringen die Meisten Obdachlosen die Nächte tatsächlich auf der Straße. Zum Beispiel in Parkanlagen, auf Bänken, unter Brücken, in Hauseingängen, Baustellen und Bahnhöfen. Wenn es allerdings kälter wird muss eine wärmere Lösung her. Mögliche Anlaufstellen sind zum Beispiel Obdachlosenheime. Das sind Übergangswohnplätze, die von Kommunen und/oder von Hilfsorganisationen unterstützt und betrieben werden es gibt keine Mietverträge und es werden meistens mehrere Personen in einem Raum untergebracht. Teilweise werden aber auch Unterkünfte mit Einzel- und Paarzimmern, sowie Betreuungs- und Beratungsangeboten ausSozialarbeit, Psychotherapie und Medizin angeboten. Ein großer Vorteil dieser Notunterkünfte ist, dass sie auch den gesamten Tag über geöffnet sind. Einige dieser Notunterkünfte öffnen allerdings erst in der sogenannten „Kältesaison“, die am 29. November beginnt. Weiterhin können Obdachlose auch in sogenannten Notschlafstellen unterkommen. Das sind in der Regel große Schlafsäle ohne Intimsphäre. Allerdings meistens mit Spinden, Gemeinschaftsduschen und Toiletten. . In Einzelfällen bekommen die Wohnungslosen auch Essen, Kleidung und Hygieneartikel oder können Waschmaschinen, Sozialarbeit und medizinische Betreuung in Anspruch nehmen. Je nach Einrichtung ist der Zugang entweder auf Inländer, Frauen, Jugendliche, Junkies oder Nicht-Junkies beschränkt. Die meisten Notschlafstellen sind kostenlos. Teilweise nehmen die Kommunen allerdings auch eine Art symbolisches Entgelt in Höhe von bis zu 5€ ein. In einigen Institutionen müssen sich die Obdachlosen Tag für Tag erneut anmelden und haben keine Garantie auf einen Schlafplatz, in anderen gibt es ein Abonnement auf den Schlafplatz. Allerdings haben diese Notschlafstellen im Gegensatz zu den Obdachlosenheimen nur nachts geöffnet. Das heißt, dass die Obdachlosen den ganzen Tag, egal bei welchem Wetter, draußen sein müssen. Wer keinen Platz mehr in obengenannten Unterkünften gefunden hat, der kann zum Teil in speziellen räumen einiger Kirche übernachten. Außerdem bleiben in manchen Städten im Winter die U-Bahnhöfe offen und in einigen Sparkassen, Restaurants und Kneipen ist es erlaubt ein paar Stunden über den Tisch gebeugt zu schlafen. Wem das alles verwehrt bleibt, der sucht sich zum Beispiel einen Platz neben einer Kaufhaus Tür, wo wenigstens noch etwas Wärme nach draußen gelangt.