Hilfe für Obdachlose?

Fest steht: In Deutschland hat jeder Mensch das Recht auf den Schutz seiner Menschenwürde. Doch wie wird Wohnungslosen geholfen?
Gefangen in einem Teufelskreis sind Obdachlose oft auf Hilfe von außen angewiesen. Somit ist es ein wichtiger Schritt seine Probleme zu akzeptieren und sich Hilfe zu holen. Jeder Obdachlose hat prinzipiell das Recht auf Hilfe. Diese Ansprüche sind im Sozialgesetzbuch Zwölf verankert. So kann beispielsweise eine Beratung oder Unterstützung beim Einstieg ins Arbeitsleben oder bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz angefordert werden. Finanzielle Unterstützung findet über das Arbeitslosengeld statt. Auch für die Unterbringung gibt es gesetzliche Grundlagen. So sind Kommunen dazu verpflichtet unfreiwillig Wohnungslose unterzubringen. Regional liegt die Verantwortung auf Ordnungs-, Wohnungs- und Sozialamt. Meist werden die Obdachlosen dann in Sammelunterkünften einquartiert. Neben den staatlichen Hilfen gibt es zunehmend mehr Angebote durch freie und kirchliche Träger. Dazu zählen u.a. Tagesaufenthalte mit Möglichkeiten zum Wäschewaschen und Duschen. Die medizinische Versorgung wird fast ausschließlich von der Diakonie und der Caritas übernommen. Weitere Organisationen, die sich für Obdachlose einsetzen sind z.B. Das Deutsche Rote Kreuz, der Caritas Verband, die Heilsarmee sowie zahlreiche kommunale Tafeln.
Man sieht: Staatlich hat ein Obdachloser das Recht auf Hilfe in allen Lebensbereichen, in der Praxis sind es jedoch vor allem freie Verbände und Kircheninstitutionen die Wohnungslosen bei alltäglichen Problemen zur Verfügung stehen.